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Der Schatz von Halberstadt
Der Halberstädter Domschatz gilt mit 650 Stücken als der umfangreichste mittelalterliche KirchenschatzSeit weit über 1.000 Jahren hütet Halberstadt, im Westen des Bundeslands Sachsen-Anhalt gelegen, seinen Domschatz. Karl der Große gründete im Jahr 804 das Bistum Halberstadt - und seither wurde im Domschatz das Kostbarste, Seltenste und Exotischste versammelt, was in allen Teilen der damals bekannten Welt zu finden war. Die Kirchenkostbarkeiten haben selbst den Zweiten Weltkrieg unbeschadet überstanden. Heute ist der Domschatz mit über 650 Stücken weltweit der umfangreichste mittelalterliche Kirchenschatz, der am Ort seiner gottesdienstlichen Nutzung erhalten geblieben ist.
Die ältesten gewirkten Bildteppiche Europas
Seit 2008 werden in einer völlig neu gestalteten Dauerausstellung auf rund 1.200 Quadratmetern Fläche etwa 300 der Preziosen glanzvoll inszeniert, weit über 230.000 Besucher wurden bisher gezählt. Zu den Halberstädter Kunstwerken von Weltrang, die in der Schatzkammer zu besichtigen sind, gehören zwei romanische Wandteppiche aus den Jahren zwischen 1150 und 1170: Es sind die ältesten gewirkten Bildteppiche Europas. Die Farben des Abraham-Engel- und des Christus-Apostel-Teppichs erzählen auf eindrucksvolle Weise biblische Geschichten. Andere Höhepunkte der Ausstellung sind prächtig geschmückte Reliquiare und Elfenbeinschnitzereien, darunter auch Kunstwerke aus byzantinischen und arabischen Werkstätten.
Monumentale Triumphkreuzgruppe
Der gotische Dom St. Stephanus und St. Sixtus zählt zu den mittelalterlichen Bauten von europäischem Rang. Er wurde zwischen 1236 und 1486 nach dem Vorbild französischer Kathedralen errichtet. Das Bistum Halberstadt bestand von 804 bis 1648. Bedeutsamstes Ausstattungsstück des Doms ist die um 1210 entstandene monumentale Triumphkreuzgruppe, ein Meisterwerk mittelalterlicher Bildschnitzkunst. In den Fenstern des Chorumgangs leuchten farbige Glasmalereien. Als architektonisches Kleinod bildet die Marienkapelle aus der Mitte des 14. Jahrhunderts den östlichen Abschluss des Kirchenbaus.
Unter www.dom-und-domschatz.de gibt es alle Informationen zum Halberstädter Dom und zum Domschatz.
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